PROF. DR. ALEXANDER DEICHSEL WURDE ZUM NEUEN PRÄSIDENTEN DER
FERDINAND-TÖNNIES-GESELLSCHAFT GEWÄHLT

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Prof. Dr. Alexander Deichsel  für den im Mai 2010 verstorbenen Prof. Dr. Lars Clausen zum Präsidenten der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft gewählt. Prof. Dr. Deichsel, der ebenfalls zum federführenden Herausgeber der Tönnies-Gesamtausgabe gewählt wurde, wirkt seit 1977 als Professor für Soziologie in Hamburg und ist Begründer der Markensoziologie als Grundlage der Markentechnik. Seit 1993 ist Deichsel Direktionsmitglied des Instituts für Markentechnik in Genf.
Für weitere drei Jahre wurden der Geschäftsführer Dr. Uwe Carstens, der Vizepräsident Prof. Dr. Hans-Werner Prahl und das Präsidiumsmitglied Rolf Fischer, M. A., MdL in ihren Ämtern bestätigt. Jürgen Weber, MdL wurde neu in das Präsidium gewählt.
Alexander Deichsel

 

 

 

 

 

 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

verleiht

 "Ferdinand-Tönnies-Medaille" 2010

an

Prof. Dr. Richard Schröder

 

Am 2.7.2010 hat Prof. Dr. Gerhard Fouquet, Präsident der CAU, die Medaille in einem Festakt im Auditorium Maximum an Prof. Dr. Richard Schröder verliehen.

Die Laudatio hielt Norbert Gansel, Oberbürgermeister i.R. der Stadt Kiel.

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Trauer um Lars Clausen

 

 

 

 

 

Bundesverdienstkreuz für Dr. Uwe Carstens

Für mehr als eineinhalb Jahrzehnte herausragende Verdienste im wissenschaftlichen Bereich wurde Dr. Uwe Carstens im Februar 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

 Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hob in seiner Laudatio u.a. besonders die ehrenamtliche Tätigkeit von Carstens im Bereich der Tönnies Forschung hervor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

stiftet

 "Ferdinand-Tönnies-Medaille"

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Der erste Träger der Tönnies Medaille heißt Jan Philipp Reemtsma

Presseinformation (CAU)

13.03.2008
22/2008

Jan Philipp Reemtsma Träger der Tönnies-Medaille
Kieler Universität vergibt Ehrung

Jan Philipp Reemtsma heißt der Empfänger der Ferdinand-Tönnies-Medaille, die die Kieler Universität im Jahr 2008 zum ersten Mal verleiht. "Unser Anliegen ist es, Zivilcourage und unbestechliches, mutiges Eintreten für die humanen Grundwerte unserer Gesellschaft auszuzeichnen", so Professor Thomas Bauer, Rektor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Initiator der Auszeichnung. "Professor Reemtsma verkörpert diese Grundwerte in einmaliger Weise. Seine gesamte Arbeit als Wissenschaftler, Publizist und Förderer ist Ausdruck eines mutigen und unabhängigen Geistes, dem es um den Erhalt von Recht, Gerechtigkeit und Menschenwürde geht. Er ist ein überaus würdiger Preisträger in der Nachfolge Ferdinand Tönnies'. Wir sind stolz, dass er die Auszeichnung unserer Universität annimmt."

In seiner Sitzung vom 12. März 2008 entschied der Senat der Universität über den Preisträger. Reemtsma war von der eigens gegründeten Tönnies-Kommission nominiert worden. Die Medaille wird im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am 14. Mai in Kiel verliehen. Sie ist nicht mit einer finanziellen Anerkennung verbunden.

Jan Philipp Reemtsma ist von Hause aus Germanist und Philosoph. Er gründete 1981 die Arno Schmidt Stiftung, der er seit 1983 vorsteht. 1984 rief er das Hamburger Institut für Sozialforschung ins Leben, das er seither als Vorstand leitet. Wissenschaftler verschiedener akademischer Disziplinen arbeiten hier gemeinsam zu den Themenfeldern "Die Gesellschaft der Bundesrepublik", "Nation und Gesellschaft" sowie "Theorie und Geschichte der Gewalt". Großes Aufsehen erlangten die beiden Ausstellungen des Instituts zu den Verbrechen der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges. Auch publizistisch ist das Institut äußerst aktiv, indem es die Zeitschrift "Mittelweg 36" herausgibt und den Verlag "Hamburger Edition" betreibt.

 

 

VI. Symposion international à Paris 2007

 

    

Le Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft remercie tous les participants du VI. Tönnies-Symposion international qui a eu lieu les 28 et 29 septembre 2007 à Paris. Nos remerciements s'adresse à la Directrice de la Maison Heinrich Heine Docteur Christiane Deussen et au chercheur au CEVIPOF Dr. Alexandre Escudier.

Nous voudrions remercier tout particulièrement l'organisatrice, Madame le Professeur en Classes Préparatoires Docteur Ingeborg Lachaussée. Grâce à elle, le symposion a été un événement exceptionnel pour nous tous.

 

MERCI

 

 

Ausschnitt aus dem Grußwort von Frau Dr. Deussen (RealPlayer v8 oder höher erforderlich)

Ausschnitt aus dem Grußwort von Herrn Prof. Dr. Clausen (RealPlayer v8 oder höher erforderlich)

 

 

Zusammen mit den französischen Forschungsinstituten

CIERA (Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne),

CRIA (Centre de recherches interdisciplinaires sur l’Allemagne),

EHESS (École des hautes études en sciences sociales)

CEVIPOF  (Centre de recherches politiques de Sciences Po),

und der Maison Heinrich Heine (Paris)

und unterstützt vom DAAD

lädt die Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft (Kiel)

Kolleginnen und Kollegen von überall zu ihrem

 

 

VI. Internationalen Tönnies-Symposion

 

vom 28. bis zum 29. September 2007

nach Paris ein.

 

Sein Thema ist

 

Verfassung, Verfasstheit, Konstitution

 

 

Das Scheitern des europäischen Verfassungsvertrags fordert nicht nur die Bürger, sondern insbesondere die Wissenschaftler heraus, die Gründe zu untersuchen. Ferdinand Tönnies war ein engagierter Vorkämpfer freiheitlicher Ideen und scharfsinniger Analytiker deren sozio-ökonomischer Grundlagen. Seine Vorstellung von einem den Nationalstaat überwindenden politischen Gefüge bis hin zur Weltrepublik findet leicht ihren Platz in der aktuellen Europa- und Globalisierungsdebatte. Sein Begriff „Gemeinschaft“ allerdings führt uns zu den vorgeformten örtlichen Handlungsweisen/Kulturen, in die hinein der Mensch geboren wird. Der „Multikulturalismus“-Diskurs in Deutschland und die Debatte zum „Communautarisme“ in Frankreich gehören in dieses Feld.

Wie ist es in pluralistischen, ausdifferenzierten Gesellschaften möglich, einen Wertekonsens zustande zu bringen, zumal da die erosionsfördernden Kräfte des Marktes/die individualisierenden Funktionen des Wohlstandes dies immer mehr erschweren. Soll es die Rolle des Staates sein, nur die Wahrung der Rechte der Bürger zu gewährleisten? Droht nicht auch die Verrechtlichung als Folge der atomisierenden Kräfte der Gesellschaft der Individuen? Wie kann die politische Gemeinschaft sich heute durch die Verfassung Richtlinien zum guten Zusammenleben geben?

*  

Ort der Tagung : Maison Heinrich Heine
Fondation de l'Allemagne

Cité Internationale Universitaire de Paris
27 C, Boulevard Jourdan
F - 75014 Paris

 

Organisatorische Auskünfte : Ingeburg Lachaussée ( 00 33 1 47 53 71 43)

 

 

 

 

 

Zum 150. Geburtstag des Begründers der Soziologie in Deutschland

Ferdinand Tönnies fand am 14. und 15. Oktober 2005 das

  

„V. Internationale Tönnies-Symposion“

 

in Kiel statt. Der Sonderband des „Tönnies-Forums“ enthält die

17 Referate des Symposions.

 

 

Der Sonderband ist 2006  im Verlag „Books on Demand GmbH, Norderstedt“ erschienen. Er hat 336 Seiten und kostet 40.- Euro. Erhältlich ist der Band im Buchhandel oder direkt bei der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft e.V.

 ISBN: 3-8334-6477-1

 (ftg-kiel[@]t-online.de)  

 

 

 

 

  reich und glücklich

gleichzeitig zu sein, verehrte Mitglieder der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft und liebe Freundinnen und Freunde, das will so gar nicht gelingen, und daher unterbreite ich uns allen die folgenden Ideen zur Tönnies-Gesamtausgabe.

Sie macht uns primär glücklich:

- Sie verschafft der - von Ihnen gebildeten - Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft, die (als Betreiberin eines mit den dort Wohnenden gemeinsam geführten Studentenheims und als Veranstalterin politisch bildender und wissenschaftlicher Vorträge) ohnehin einen erfreuenden Ruf genießt, darüber hinaus auch internationale Achtung als Wissenschaftliche Gesellschaft, wie sie in der Soziologie gar nicht so häufig sind.

- Sie schafft ein respektables wissenschaftliches Netzwerk, d.h. sie führt regelmäßig diejenigen, die sie bearbeiten, zugleich forscherisch-spannend und freundschaftlich-sachlich zusammen; das sind interregional und -national höchst erfreuliche Ausnahmen, und nebenher und über Tönnies hinaus werden alle Beteiligten - nicht zuletzt die aus Kiel - bessere Soziologen.

- Sie schafft sich selbst, sie verschafft zumal aber auch dem Lande Schleswig-Holstein und der deutschen Soziologie nachhaltige Ehre. Vier von den nötigen und geplanten 24 Bänden sind schon heraus und überspannen die Jahre 1911-15 (TG 9), 1922 (TG 14), 1923-25 (TG 15) und 1932-36 TG 22), drei weitere (darunter der mit den ungedruckten Manuskripten, TG 23) sind weit gediehen, und der Walter de Gruyter Verlag hat ihre Ausstattung hoch anständig und dem Auge wohlgefällig besorgt.

- Diese Bandreihe rechtfertigt und bestärkt jetzt schon den neu aufblühenden Ruhm Ferdinand Tönnies´ als Klassiker, das gefällt uns am meisten.

Sie macht uns sekundär nicht reich, sondern arm:

 Hier wurde ehrenamtliche Arbeit riskant investiert, da fürchtet der Betriebswirt höchste Wagniskosten: nämlich drohende Abschreibungen von aufgewandten Investitionen in Millionenhöhe.

 - Denn (1) stecken in dieser Gesamtausgabe unbezahlte wissenschaftliche Personalkosten im Wert von rd. 850.000 Euro, nur seit 1987, (seit dem unsere Gesellschaft betrauenden Beschluss zur TG auf dem Dritten Tönnies-Symposion in Kiel), mit seither 3 Editorenkonferenzen und dem Erscheinen der ersten vier Bände.

- (2) Zusätzlich gelang es der FTG, was anderen schwer gefallen wäre, die herausgeberischen Rechte von den Tönnieserben in aller Welt gratis zu erwirken.

- (3) Auch wir fünf TG-Herausgeber (mit mir Alexander Deichsel, Cornelius Bickel, Rolf Fechner, Carsten Schlüter-Knauer) erbrachten und erbringen unsre jetzigen wie kommenden Arbeiten unterdotiert, trotz Vorkasse: Zusammen bekamen wir für alle 24 Bände bereits 1998 das volle Honorar von DM 1,00, für jeden von uns also 20 Dpf.

- Es wurde noch mehr riskant, und diesmal bar investiert: (4) Seit dem Kabinett Schwarz fördert uns unser Land mit dem absoluten Löwenanteil dessen, was wir für die TG ausgeben, d.h. für die Bemannung ihrer wissenschaftlichen Redaktion in der Freiligrathstraße 11, mit spezifischer Projektbestimmung seit dem zweiten Kabinett Simonis, überschlagsweise sind das weitere rd. 1.100.000 Euro. Es ist eine großartige Investition, und sie verpflichtet!

- Dazu warben wir selbstverständlich und mühselig genug (5) Spenden ein, namentlich von der "Stiftung 200 Jahre Sparkasse zu Kiel" und dem "Institut für Markentechnik" in Genf, doch auch von Privaten, in nunmehr fünfstelliger Höhe. Wir leben aber unter dem Schwert des Damokles: Von Jahr zu Jahr schmolz bereits der Zuschuss des Landes (2005 soll er sogar noch einmal halbiert werden - und jeder errät, was das für 2006 bedeuten wird). Schleswig-Holstein hat ja nun gewiss noch mehr Aufgaben, aber die TG ist national, europäisch, weltweit ein Unikum - und man sollte sich gerade in der Not lobenswerte Unika leisten - weil es bekanntlich verächtlich macht, in Not zu sein. (Das lernt man in der Soziologie.) Wie aber, wenn das Haar reißt und das Schwert fällt? Wir könnten überhaupt nicht mehr weiter machen, auch der Verlag würde das Handtuch werfen. Von unserer Arbeit und von den erbrachten Investitionen bliebe eine lange noch und weithin sichtbare Ruine. 

Da helfen doch noch andere, wennschon nicht der Staat? Ja, aber es sieht da dunkelgrau aus: 

- (6) Die Christian-Albrechts-Universität zeigt sich der "Soziologie" feindselig, will das "Institut für Soziologie" auflösen, kürzt oder tilgt seit 2000 jährlich eine Stelle, und ist somit auf dem besten Weg, die lokale Basis ehrenamtlicher fachlicher Zuarbeit zu zerstören.

- (7) Die Landesbibliothek tut ohnehin das Ihre: pflegt besonders und sorgsam den voll erhaltenen Tönnies-Nachlass.

- (8) Auf die Bundesrepublik geblickt, bekommen die wissenschaftlichen Akademien ja nicht einmal Leibniz- oder Kleist-Gesamtausgaben glatt über die Bühne. Soziologisch gingen und gehen so gut wie alle einwerbbaren deutschen Reserven in die zehnmal so personalreich ausgelegte und kaum herunter fahrbare Max-Weber-Gesamtausgabe, extrem verdienstvoll und wichtig natürlich auch sie, aber sie bekam, bitter zu sagen, soviel Geld auch nur, weil sie sich klug als Anti-MEGA verkaufte, und jetzt ist das aus. Und es misslang uns (9) praktisch, in Firmen Sponsorinnen und Sponsoren (in Flensburg, in Husum, in Eutin, in Berlin, in Frankfurt am Main, in München) zu werben. - subjektiv fällt es einem auch immer leichter, selbst mit Wichtigtuerei, für andere zu betteln (das kennen Sie doch auch).

- Wer hilft, wenn nicht andere? Zehntens? Sie.

Dreierlei ist Ihnen möglich, darum bitte ich Sie inständig.

- (1) Raten Sie uns, was tun, und unterstützen Sie uns dabei.

- (2) Entschließen Sie sich und motivieren Sie andere, die "Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe" zu subskribieren. Diese insgesamt spürbaren Kosten fallen direkt, aber nur stückweise an, und der Anlauf jetzt ist finanzierbar (die 4 Bände). Das würde zumal auch im Verlagshaus de Gruyter die Stirnen entrunzeln.

- (3) Je wie Sie gestellt sind, erbittet die Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft von Ihnen eine für die Tönnies-Gesamtausgabe bestimmte Spende oder [stockt, fährt dann entschlossen fort:] ein testamentarisches Vermächtnis in namhafter Höhe. Gemeinnützig sind wir (als e.V.), vermöge Spendenbescheinigung trüge unser Staat daran mit.

 

Stets Ihr getreuer federführender Herausgeber der Tönnies-Gesamtausgabe

Prof. Dr. Lars Clausen